Neues Gesetz zur Leiharbeit

Ab dem 1.4.2017 treten neue Regelungen zur Arbeitnehmerüberlassung – besser bekannt als Leiharbeit – in Kraft. Schrieb das Gesetz bislang recht vage vor, dass ein Leiharbeitnehmer nur „vorübergehend“ beschäftigt werden darf, dürfen ab April Leiharbeitnehmer nur noch höchstens 18 Monate bei einer Firma eingesetzt werden. Aber: Der Zeitraum kann durch Tarifvertrag und evtl. auch durch eine Betriebsvereinbarung, also eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, verlängert werden.

Außerdem haben Leiharbeitnehmer nach spätestens 9 Monaten Anspruch auf den gleichen Lohn wie die Stammbelegschaft, sog. Equal Pay. Auch hier kann die Frist nach Tarif verlängert werden.

Ein Blick in die Statistik zeigt jedoch:  Nur ein Viertel der Leiharbeitnehmer wird bislang länger als 9 Monate eingesetzt; etwa ein Fünftel länger als 18 Monate. Die Auswirkungen dieser Reform halten sich also stark in Grenzen.

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